Nicht nur in den Mai – auch in die Bezirksliga „tanzen“

29.04.2010 | Fussball Allgemein
gvz Emsland. Der Kreativität, Gründe zum Feiern zu finden, sind in den nächsten Wochen beim VfL Herzlake keine Grenzen gesetzt. Aufstieg, Meisterschaft, Kreispokalsieg und Double – gleich vier Anlässe könnten bis Ende Mai auf Trainer Friedhelm Lübken und seine Mannen zukommen. Am Freitag, wenn der 26. Spieltag in der Fußball-Kreisliga ausgetragen wird, könnte der VfL nicht nur in den Mai, sondern mit einem Sieg in Salzbergen auch in die Bezirksliga „tanzen“. Nur eine Festlichkeit – die Aufstiegsfeier nämlich – würde den Teams aus Dalum und Haren reichen, die sich in Dalum gegenüberstehen. Von einem Harener Punktgewinn profitieren könnte Union Meppen, das nach drei Siegen in Serie rechnerisch noch – oder wieder – Chancen auf Platz zwei hat. Trainer Christian Wessels glaubt aber nicht an die dafür mindestens notwendigen zwei Ausrutscher des SV Dalum. Ebenso wenig will er am morgigen Freitag mit einem Auge das Spiel in Dalum verfolgen. „Ich rufe dort nicht an“, machte er seinen Jungs schon im Vorfeld klar. Nicht unterschätzen will der Geester die eigene Aufgabe gegen Surwold. „Gegen Aschendorf ist es keine leichte Nummer“, hat Wessels der Surwolder Sieg über den TuS am vergangenen Sonntag beeindruckt. Erstmals seit sieben Monaten könnte Grenzland Twist wieder den Abstiegsplatz verlassen. Voraussetzung ist eine Niederlage von Alemannia Salzbergen und ein Sieg auf eigenem Platz über Voran Brögbern. Für Brögbern geht es um nichts mehr in den letzten Spielen. Fußballobmann Helmut Lager und Trainer Andreas Hofschröer nutzen diese Situation dazu, Spieler aus der A-Jugend an die erste Mannschaft heranzuführen. Solche personellen Alternativen haben der SV Bawinkel und die Zweitvertretung des TuS Lingen derzeit nicht. Lingen II kämpft wöchentlich darum, elf Spieler auf den Platz zu bekommen, in Bawinkel fiel zuletzt fast die gesamte Offensivabteilung aus. Nach den Ausfällen von Phillip Kötting und David Münch zog sich Kapitän Felix Brinker eine schwere Fußprellung zu. Mit Sören Ficker stand nur noch ein Stürmer zur Verfügung. Trotz der dünnen Spielerdecke, und obwohl es um nichts mehr geht, will auch Bawinkel sich positiv aus der Saison verabschieden. „Ein-, zweimal wollen wir noch gewinnen“, sagt Obmann Michael Feldker. Im Mittelfeld der Liga kann es unterdessen zu einem interessanten Stühlerücken kommen: Die Klubs, die derzeit in der Tabelle die Ränge sechs bis neun belegen, stehen sich in den Begegnungen FC Schapen (8.) gegen SuS Darme (7.) und FC 47 Leschede (9.) gegen ASV Altenlingen (6.) in direkten Vergleichen gegenüber.