05.06.2010 |
Fussball Allgemein
gvz Emsland. Wer begleitet den VfL Herzlake als zweiter Aufsteiger aus der Fußball-Kreisliga in die Bezirksliga? Diese A-Frage wird am Samstag ab 18 Uhr beantwortet. Noch drei Teams können die Klasse erreichen, die in der nächsten Spielzeit mit namhaften Klubs, Trainern und Spielern äußerst attraktiv besetzt sein wird.
Der SV Dalum hält als Zweiter alle Trümpfe in der Hand. Bei einem Sieg in Bawinkel ist der Klub in der Bezirksliga dabei. Gewinnt Dalum nicht, ist der Dritte TuS Haren am Zug. Weil Dalum aber das um zwölf Treffer bessere Torverhältnis hat, muss Haren gegen Altenlingen dreifach punkten. Obmann Werner Niemeyer sagt: Wenn wir es nicht schaffen, geht die Welt nicht unter. Der spiel- und konterstarke ASV ist ein unbequemer Gast, vermasselte unlängst schon dem VfL Herzlake eine sicher geglaubte Aufstiegsfeier.
Mit einem eigenen Erfolg und Dalumer Punktverlusten wäre Haren Bezirksligist. Verliert Dalum und erreicht Haren maximal ein Remis, kommt der dritte Aufstiegskandidat ins Spiel: Union Meppen zeigte zuletzt glänzende Spielfreude mit einem herausragenden Sturmführer. Beim 7:1 über Darme traf Tobias Konietzko viermal. Mit 23 Treffern ist er Timo Placke (FC Schapen, 24) in der Torschützenliste dicht auf den Fersen. Konietzko und Placke begegnen sich beim Vergleich ihrer Teams direkt. Union dürfte damit die schwerste Aufgabe der drei Kandidaten haben. Denn Schapen ist auf eigenem Platz schwer zu schlagen. Trainer Christian Wessels kennt die Qualität des Gegners. Vielmehr kann er aber noch nicht das Unentschieden in Esterwegen vor drei Wochen abhaken, als sein Team bei umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen mehrfach Pech hatte und den möglichen Sieg verpasste. Wessels: Mit den zwei Punkten mehr sähe die Ausgangslage jetzt anders aus.
Meister Herzlake kann unterdessen entspannt in Brögbern antreten und will die Saison laut Coach Friedhelm Lübken langsam auslaufen lassen. Der FC Leschede hat indes in Surwold noch ein Ziel: Coach Rüdiger Grüner will auf Rang fünf, was zu seinem Abschied nach drei Jahren nicht nur seine persönlich beste Platzierung, sondern auch die Krönung einer erfolgreichen Serie bedeuten würde. Inne hat diesen Rang der TuS Aschendorf, der ihn mit einem Sieg über TuS Lingen II verteidigen will.
Die zweite A-Frage lautet: Wie heißt der dritte Absteiger? Salzbergen kassierte zuletzt eine bittere Niederlage gegen Surwold. Ein Spiel auf ein Tor sah Trainer Dominik Grondmann. Das einzige Tor erzielte jedoch Surwold und beförderte die Alemannia erstmals in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz. Nach zwei Tagen gedrückter Stimmung spürte Grondmann beim Training am Dienstag neuen Optimismus. Wir hatten Spaß, werden mit Sicherheit nicht aufgeben, sondern positiv an das Spiel in Esterwegen herangehen. Grondmann sah zuletzt eine schrittweise Leistungssteigerung. Er verspricht: Wir werden unsere Hausaufgaben machen. Zudem hofft er auf die Unterstützung aus Darme, wo Konkurrent Grenzland Twist gastiert. Vier Tore beträgt der Salzbergener Rückstand.
Twist kann sich auf einen harten Fight einstellen, betont Darmes Trainer Jörg Bohnen vor seinem letzten Spiel. Nach dem 1:7 in Meppen ist er mit seiner Elf hart ins Gericht gegangen. Meine Jungs werden nicht wiederzuerkennen sein, selbst wenn es für uns eigentlich um nichts mehr geht. Für mich zählt nur ein Sieg als Wiedergutmachung, so Bohnen. Er bemängelte ein kollektives Versagen.