27.09.2010 |
Fussball Allgemein
Dalum (EL) SV Beton" so hieß der SV Dalum in den letzten Jahren in Anspielung auf die starke Hintermannschaft. Nicht ohne Grund, denn viermal verfügten die Dalumer Fußballer in den letzten 5 Jahren in ihrer Liga über die stärkste Abwehr. Die Statistik: 31 Gegentore in 2009 , 36 in 2008, 45 in 2007, 38 in 2005 (alles Kreisliga) und 28 in 2004 (Meister der 1. Kreisklasse Mitte). Und jetzt?
Nach nur 6 Spielen in der Bezirksliga hat der Neuling bereits 20 Buden" kassiert. Ich weiß auch nicht, wie das kommt", steht Friedel Lonnemann vor einem Rätsel. Und er ist nicht der einzige in der Abteilung, der sich den Wandel von der Betonabwehr zur Schießbude" der Liga nicht recht erklären kann. Auch Trainer Detlef Schmees hatte alles andere erwartet als einen derart schlechten Saisonstart mit diesen deklassicrenden Niederlagen.
Den Anfang machte zwar zu Hause zunächst ein 4:1 gegen Borussia Neuenhaus. Da war die Fußballwelt beim Neuling noch in Ordnung. Vielleicht glaubten auch schon zu viele, dass die Mannschaft bereits in der Liga angekommen sei. Die nächsten Heimspiele belehrten sie eines Besseren: 2:5 gegen Vorwärts Nordhorn, 0:5 gegen den TuS Lingen und am letzten Wochenende 1:5 gegen Union Lohne. Dazu auswärts die Niederlagen in Haselünne (0:1) und bei Sparta Werlte (0:3). Eine Entwicklung von SV Beton" zum SV Loch
stein" Dalum!
Dem Neuling, der in der Vergangenheit auf die beiden zuverlässigen Innenverteidiger Koops und Rothlübbers bauen konnten, werden auf einmal die Grenzen aufgezeigt. Aber nicht an der Abwehr allein will Lonnemann die Ursachen festmachen. Abwehr beginnt in der Offensive", nimmt er die gesamte Mannschaft in Pflicht und Verantwortung.
Personelle Probleme können derzeit nur bedingt für dieschlechte Bilanz herhalten, denn mit Dennis Prues fehlt lediglich ein besonders wichtiger Akteur. Die weiteren Zugänge mit Bezirksligaerfahrung Waldemar Bressel, Christoph Urhanski und Tim Bönisch scheinen noch nicht richtig Tritt gefasst zu haben.
Lonnemann, bei den Dalumern Mädchen für alles" als Obmann, Betreuer und Co-Trainer, kann seinen Spielern nicht den Willen absprechen: Im Training geben alle richtig Gas, nur am Wochenende frage ich mich manchmal: Wofür trainieren wir eigentlich?" Und auch die Trainingsarbeit von Stefan Schmees ist tadellos. Trotz des schlechten Saisonstarts sitzt der Trainer auch im 5. Jahr bei den Dalumern ganz fest im Sattel.
Am Freitagabend erwartet den Neuling die nächste schwere Aufgabe, wenn um 19.30 Uhr die Weiße Elf aus Nordhorn kommt. Auch die Nordhorner gehören neben dem Stadtrivalen Vorwärts, TuS Lingen und Lohne zu den Top-Teams der Liga. Diese 4 Mannschaften hat der Neuling dann endlich abgearbeitet". Einzige Sorge des Obmannes: Hoffentlich sind wir danach nicht allzu unmotiviert".