Drei Emsland-Teams hängen am Tropf

13.12.2010 | Fussball Allgemein
Emsland (EL) — 3 emsländische Fußballteams hängen in der Bezirksliga am Tropf: Raspo La-then (17.), SV Dalum (14.) und VfL Herzlake (13.). Wäre jetzt schon Saisonschluss, dann müssten Raspo Lathen und der SV Dalum absteigen — noch ist es aber nicht so weit, stehen doch bis zu 20 Spiele für die Abstiegskandidaten aus. Gedanken machen sich die Trainer dennoch um die Lage. VfL Herzlake: Er wird alles daransetzen, um gleich im Aufstiegsjahr nicht wieder zurück in die Kreisliga zu müssen. „Das sind wir allein schon unseren Zuschauern schuldig", sieht Friedhelm Lübken eine offene Bringschuld des Teams. Helle Begeisterung war beim Neuling entfacht. 1 800 Zuschauer waren zu den ersten Heimspielen gegen Haselünne, Emlichheim sowie gegen Holthausen/Biene (Bezirkspokal) gekommen. Zuletzt kamen viel weniger — 350 im Schnitt. „Wir sind in der Rückserie besser aufgestellt, wenn unsere verletzten Spieler zurück sind", verspricht Trainer Lübken. Christian Konen kehrt nach überstandener Schultereckgelenksverletzung wieder ins Tor zurück, Henning Pixa arbeitet zukünftig in Hamburg und damit näher an der Heimat (zuletzt: Mainz). Und vom SV Eisten-Hüven kommt Mathias Wübben. Der 25-Jährige war jahrelang als Spieler in der VfL-A-Jugend tätig gewesen und „dort einer der Leistungsträger", wie Lübken erklärt. „Es eröffnen sich jedenfalls Alternativen", erwartet der VfL-Trainer. Andererseits stehen Fragen hinter der Rückkehr von Michael Gerdes, der am Freitag am Innenmeniskus operiert wird, Torwart Michael Niemeyer, der gerade zurückgekommen vom OP-Tisch (Meniskus/ Kreuzband) ist, und Sebastian Schaab (Bandscheibenvorfall). SV Dalum: Mindestens ebenso optimistisch ist Detlef Schmees. Der Trainer des SV Dalum, der seinem Verein gerade mitgeteilt hat, am Saisonende nach 6 Jahren aufzuhören, geht davon aus, dass Waldemar Bressel und Dennis Prues zu Beginn der Vorbereitung auf die Rückserie (vermutlich am 13. Januar) wieder voll mittrainieren. Raspo Lathen: Der Blick auf das Tabellenbild verspricht für Raspo Lathen nichts Gutes. Der Tabellenletzte hat bereits 6 Punkte Rückstand bei 14 ausgetragenen Spielen auf einen Nichtabstiegsplatz. Deshalb aber die Hoffnungen schon zu begraben, das kommt Michael Runde nicht in den Sinn. „Unser Trainer plant eine sorgfältige und harte Vorbereitungsphase", kündigt der Raspo-Obmann ein intensives Trainingsprogramm ab dem 14. Januar an. Topfit soll die Mannschaft, die um Michael Masur und Alex Buchsbaum aus der Zweiten ergänzt wird, sein, wenn Mitte Februar die Rückrunde beginnen sollte. Eine weitere Option ist nach wie vor Egor, Winter, auf dessen Comeback Runde ebenso hofft wie auf das von Patrick Richter, der vermutlich Ende Januar wieder mit dem Lauftraining beginnen kann.