Bezirksliga: Grafschafter Trio vorne

19.01.2011 | Fussball Allgemein
Emsland. Drei Teams aus der Grafschaft Bentheim überwinterten in der Fußball-Bezirksliga an der Tabellenspitze. Doch hinter den beiden Nordhorner Klubs und Union Lohne liegen mit dem SV Meppen II und dem TuS Lingen zwei Vereine aus dem Emsland in aussichtsreicher Position und könnten noch in den Meisterschaftskampf eingreifen. Mit dem VfL Herzlake, SV Dalum und Raspo Lathen stecken drei Vertreter aus dem Emsland in akuter Abstiegsgefahr. Das Aufstiegsrennen: „Mannschaft und Verein wollen aufsteigen. Wir nehmen die Favoritenrolle an“, betont Jürgen Menger als Obmann des Tabellenführers Vorwärts Nordhorn. Das gleiche Ziel hat allerdings auch Union Lohne im Visier, das drei Punkte hinter den Nordhornern rangiert, aber zwei Spiele weniger absolviert hat. Ohnehin liefert die Tabelle aufgrund der zahlreichen Spielausfälle ein schiefes Bild. Das Augenmerk der beiden Spitzenteams richtet sich weniger auf den Tabellendritten VfL Weiße Elf Nordhorn, sondern vielmehr dem SV Meppen II und dem TuS Lingen. „Für uns geht es darum, unsere jungen Leute voranzubringen“, hegt Meppens Trainer Josef Menke keine großen Aufstiegsambitionen. Beim Bezirksoberliga-Absteiger TuS Lingen hat man die auch trotz des durchwachsenen Saisonstarts und dem Trainerwechsel – Christian Bruns übernahm im September von Milan Lazic – noch nicht zu den Akten gelegt. „Es muss aber alles passen“, betont Bruns, der zehn Punkte in fünf Spielen holte. Im Mittelfeld: Den Platz im oberen Tabellendrittel halten will Sparta Werlte. „Wir gucken aber auch noch nach unten“, betont Trainer Stephan Sandmann. Das Polster auf einen Abstiegsrang beträgt allerdings bereits satte zwölf Zähler. Weil der Generationswechsel in Emsbüren besser gelang als erwartet, liegen die Concorden voll im Soll, wenn es darum geht, einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen. Dieses Ziel hegen auch Olympia Laxten und BW Dörpen. Beide Teams haben sich nach verpatztem Saisonstart gefangen: Laxten, weil der schlechte Start schon Tradition hat; Dörpen, weil die Umstellung vom Libero auf die Viererabwehrkette Zeit brauchte. Zufrieden blickt auch Haselünnes Trainer Branko Dragutinovic auf die erste Halbserie zurück, auch wenn sein Team einen Zähler aufgrund mangelnder Chancenauswertung liegen ließ. Der Abstiegskampf: Ein Sextett kämpft derzeit im Tabellenkeller um einen Platz am sicheren Ufer. Dabei haben derzeit Borussia Neuenkirchen, VfL Herzlake und der SV Dalum die besten Karten, während Raspo Lathen mit nur sechs Zählern aus 14 Spielen schon einen beträchtlichen Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz haben. „Wir haben die Spieler bei der Ehre gepackt“, gibt sich Lathens Obmann Michael Runde kämpferisch, „die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist noch da.“ Ähnlich zuversichtlich ist man auch bei den Aufsteigern Herzlake und Dalum. Beide benötigten eine gewisse Eingewöhnungszeit. Besonders hart war der Saisonstart für den VfL Herzlake, der mit Michael Niemeyer (Kreuzbandriss) und dem nachverpflichteten Christian Konen gleich zwei Torhüter langfristig verletzt ausfielen.