Wetterbericht wichtiger als Tabelle

12.03.2010 | Fussball Allgemein
gvz Emsland. Die Tabelle gehörte auch in dieser Woche vermutlich weniger zur täglichen Lektüre der Verantwortlichen und Aktiven der Fußball-Kreisliga. Die Wettervorhersagen der diversen Kanäle und Internetseiten verfolgte aber jeder Trainer der 16 Teams ganz genau. „Für das Wochenende ist wieder Regen angekündigt“, hat Jan Zevenhuizen, Spielertrainer des FC Schapen, böse Vorahnungen. Sollte es erneut zu längeren Schnee- oder Regenfällen kommt, wird es wieder eng mit der Austragung der geplanten sieben Begegnungen. Bleibt der Regen aber aus und geht es mit dem 20. Spieltag endlich richtig los, bietet der Spielplan einen äußerst reizvollen Start in das Jahr 2010. In den Partien Union Meppen (1.) gegen SV Dalum (4.) und SuS Darme (5.) gegen TuS Haren (3.) treffen vier der ersten Fünf der Tabelle in direkten Vergleichen aufeinander. „Ich kenne die Unioner sehr gut, wir werden uns darum schon richtig einstellen auf diese starke Truppe“, macht Dalums Trainer Detlef Schmees der Meppener 6:1-Sieg bei Grenzland Twist, der Union die Tabellenführung einbrachte, keine Angst. „Dalum ist ein ganz anderes Kaliber“, schätzt Union-Coach Christian Wessels vor allem die Defensivstärke des kommenden Gegners. In Twist hatte derweil die Aufarbeitung der letzten halben Stunde der Meppen-Partie Priorität. Sechs Gegentreffer in 30 Minuten erinnerten Trainer Berthold Nykamp an die Hinrunde, als sein Team noch unter Vorgänger Bernd Keiser einige Male heftig unter die Räder geriet. „Hängende Köpfe“ sah Nykamp nach der verspielten 1:0-Führung. Der erfahrene Trainer weiß aber, wie er seine Schützlinge wieder aufbauen kann. „Es gilt, an die gute Leistung der ersten 60 Minuten anzuknüpfen und diese in das Spiel gegen Altenlingen mitzunehmen.“ Mit dem Spiel beim TuS Lingen II geht Rüdiger Grüner in seine letzte Halbserie als Trainer des FC Leschede. Grüner wird ein Team mit Perspektive übergeben. Beim Testspielsieg (3:1) in Lohne stand in der ersten Hälfte eine Elf auf dem Feld, in der Stephan Schmidt mit 25 Jahren der Älteste war. „Da wächst etwas zusammen“, sagt Grüner. Er will den Rückenwind der guten Ergebnisse mit nach Lingen nehmen – und muss es auch, denn „der TuS wird um die letzte Chance auf den Klassenerhalt kämpfen“. Nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben und sich in der ersten Tabellenhälfte etablieren wollen die Klubs, die in Aschendorf (gegen Salzbergen) und Bawinkel (gegen Brögbern) aufeinandertreffen.