SV Dalum

Berichte

SV Dalum wirbt für Zivilcourage gegen rechts

Fußball ist ein Brennglas der Gesellschaft. Er ist in Deutschland die beliebteste Sportart, besonders der Männerfußball erfreut sich großer Bekanntheit. Jedes Wochenende pilgern viele Tausende Menschen als Fans in die Stadien oder kicken vom Amateur- bis zum Profibereich selbst. Eine fußballspezifische Pöbel- und Beleidigungskultur gehört für einen Großteil zum Geschehen auf dem Rasen dazu. Für viele Fans ist es befreiend im Stadion einfach mal alle Hemmungen fallen zu lassen. Das Stadiongeschehen und auch das Geschehen auf dem Platz sind einfach kein Alltag, es gelten andere Regeln und Normen als im Büro oder der Schule, besonders bei großen und wichtigen Spielen entsteht in den Fangemeinden eine Ekstase, die manche für eine Art Religion halten, die jedenfalls aber rituell abläuft. Das Spielen der Stadionhymne, das Einlaufen der Mannschaft, 90 Minuten mitfiebern, die Außenwelt vergessen, den Emotionen freien Lauf lassen. Und einfach mal hemmungslos pöbeln dürfen – weil das im Fußball eben "schon immer so war".
Freund und Feind sind klar erkennbar
Auf dem Fußballfeld stehen sich zwei konkurrierende Teams gegenüber und mit ihnen stehen deren Anhänger*innen in einem Wettkampf. Wer kann lauter, provokanter, derber oder kreativer anfeuern? Beide Gruppen treten im Fußballstadion in eine rituelle Schlacht, in der sich der Wettkampf auf dem Spielfeld als Wettkampf der Anhängerschaften wiederspiegelt, es können sich regelrechte Fanfeindschaften entwickeln.
Das bietet Anschlussmöglichkeiten für Neonazis. Immer wieder versuchten sie in den Stadien (jugendlichen) Nachwuchs zu rekrutieren. Es manifestiert aber auch eine Ungleichwertigkeit zwischen Menschen, indem Fans die im Stadion angewandten Beschimpfungen ebenso außerhalb des Fußballs nutzen. Neonazis stellen in den Fußballstadien ein Problem dar, es gab Zeiten in denen sie sehr offen aufgetreten sind und rekrutiert haben. Sie bilden in den meisten Fällen aber nur einen geringen Teil der Fangemeinde. Nährboden, Unterstützung und Resonanzraum finden sie in den weit verbreiteten rassistischen und anderen diskriminierenden Einstellungen der Mehrheitsbevölkerung, sowohl außerhalb als auch innerhalb vom Stadion.

Der SV Dalum beteiligt sich daher an der Aktion „4 Schrauben für Zivilcourage“
Ihren Ursprung hatte die Aktion 2001 in Düren bei Aachen, wo Rechtsradikale bei einem C Jugend Spiel Kinder angegriffen haben. Es entstand als Reaktion darauf die Initative „Fussballvereine gegen rechts“. Aktuell beteiligen sich bundesweit 583 Vereine an dieser Aktion.



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